up

Allgemeines

Seit Beginn des Jahres 2000 ist das sogenannte IVF-Fonds-Gesetz in Kraft.

Damit wurde festgelegt, dass für eine künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation, IVF) bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen der Großteil der Behandlungskosten von einem Fonds übernommen wird.

Die Betreuung muss durch Krankenanstalten oder in Instituten erfolgen, mit denen eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen wurde.

up

Voraussetzungen

Das Paar muss in aufrechter Ehe oder in eheähnlicher Lebensgemeinschaft leben.

Die Frau darf das 40. und der Mann das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Zusätzlich muss ein aufrechtes Versicherungsverhältnis in der gesetzlichen Krankenversicherung oder bei einer Krankenfürsorgeeinrichtung vorliegen.

Bei nicht österreichischen Staatsbürgern ist eine länger als drei Monate dauernde Beschäftigung bei einem Dienstgeber im Bundesgebiet erforderlich.

up

Höhe der Kostenerstattung

Insgesamt werden vier Versuche pro Paar und angestrebter Schwangerschaft unterstützt. Prinzipiell besteht Anspruch auf Erstattung von 70 Prozent der Kosten.

Zur Kostenübernahme werden nicht nur die unmittelbaren Kosten des Eingriffs herangezogen. Sondern auch die Kosten für die notwendigen Medikamente und für pflegerische Leistungen. Für eine In-vitro-Fertilisation, die in einer Einrichtung ohne Vertrag durchgeführt wurde, gibt es ausnahmslos keine Kostenerstattung.

Für die an Eigenkosten verbleibenden 30 Prozent gibt es vom Krankenversicherungsträger keine Kostenübernahme.

Die Kostenübernahme von 70 Prozent durch den IVF-Fonds stellt übrigens keine Leistung der Krankenversicherung im üblichen Sinn dar. Streng juristisch ist dies weder als Familienleistung noch als Krankenversicherungsleistung zu qualifizieren. Ein derartiger Eingriff begründet nach geltender Gesetzeslage keinen Krankenstand.

Nähere Auskünfte betreffend die Gewährung von Zuschüssen erhalten Sie in den zur Durchführung der künstlichen Befruchtung ermächtigten Instituten.