DRUCKEN

Die Geschichte


Es war der 1. August 1889, als das Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter in Kraft trat und es war der 28. Juni 1889, als die "Statuten für die Betriebskrankenkasse der k.k.priv. Papierfabrik Schlöglmühl" von der "k.k.n.ö. Statthalterei" genehmigt wurden. Damals wie heute galt das ganze Interesse der Funktionäre und Mitarbeiter der Kasse, den Versicherten eine rasche und individuelle Betreuung anzubieten. Selbstverwaltung und dezentrale Verwaltungsorganisation garantierten und garantieren noch heute größtmögliches Naheverhältnis zu den Versicherten.


Ihren eigentlichen Ursprung nahm die Kasse bereits im Jahre 1872 mit der Errichtung eines provisorischen Kranken-Unterstützungsvereines. Dieser Verein hatte den Zweck, erkrankte Angehörige der Fabrik regelmäßig zu unterstützen und eine unentgeltliche ärztliche Behandlung angedeihen zu lassen.
Der Name der Kasse lautete: "Krankencasse für die Betriebe der Firma Theresienthaler Papierfabrik von Ellissen, Roeder und Comp."

Im Jahre 1875 wurde dieser Verein in einen definitiven Kranken-Unterstützungsverein für das Arbeiterpersonal der Theresienthaler Papierfabrik mit Statuten vom 1. Juli 1875 umgewandelt.

Als das Gesetz vom 30. März 1888, Reichsgesetzblatt Nr. 33, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter, in Kraft trat, errichtete die Firma eine Betriebskrankenkasse mit neuen Statuten vom 23. Mai 1889.

Dieselbe hatte ihren Sitz in Hausmening und umfasste die Betriebe: Theresienthaler Papierfabrik, Papierfabrik und Zellulosefabrik in Hilm-Kematen, die Holzschleifereien Hofmühle in Hausmening sowie Marienthal in Biberbach und die elektrische Kraftübertragungsanlage Dorfmühle in Allhartsberg.

Im Jahr der Gründung unterlagen 557 männliche sowie 268 weibliche Arbeitnehmer, also insgesamt 825 Dienstnehmer der Krankenversicherungspflicht. Im ersten vollen Versicherungsjahr 1890 standen Gesamteinnahmen in Höhe von 11.212,88 Gulden ausbezahlte Unterstützungen in Höhe von 9.939,06 Gulden gegenüber. Mit der Rücklage des Jahres 1890 konnten bereits damals die Versicherungsleistungen für 3 Monate bestritten werden.

Im Jahr 2013 stand den Versicherungsleistungen in der Höhe von knapp 5,69 Mio Euro eine Rücklage von 13,95 Mio Euro gegenüber.