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Begriff

Erwerbstätige Pflichtversicherte erhalten Wochengeld als Ersatz für das entfallene Einkommen während des Beschäftigungsverbotes.

Selbstversicherten bei geringfügiger Beschäftigung gebührt das Wochengeld als Fixbetrag, der gesetzlich festgelegt wird.

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Anspruchsdauer

Wochengeld erhalten Sie über Antrag

  • für die letzten acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung
  • für den Tag der Entbindung
  • für die ersten acht Wochen nach der Entbindung
  • für zwölf Wochen nach der Entbindung bei Mehrlings-, Früh- oder Kaiserschnittgeburten


Weiters gebührt das Wochengeld für jenen Zeitraum, in dem die Versicherte auf Grund eines Zeugnisses des Arbeitsinspektionsarztes (Amtsarztes) nicht beschäftigt werden darf, weil Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet wären.

Diese Regelung gilt auch für Bezieherinnen einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG), Karenzgeldgesetz (KGG) oder Kinderbetreuungsgeldgesetz (KBGG).

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Höhe des Wochengeldes

Die Höhe des Wochengeldes ergibt sich aus dem Nettoarbeitsverdienst der letzten drei Kalendermonate vor Eintritt des Versicherungsfalles. Diesem Verdienst werden 14 %, 17 % oder 21 % hinzugerechnet  - als Abgeltung für die Sonderzahlungen.

Der errechnete Betrag wird durch die Anzahl der Kalendertage der drei Kalendermonate dividiert. Dieser Betrag gebührt Ihnen für jeden Kalendertag Ihres Wochengeldanspruches.

Selbstversicherte bei geringfügiger Beschäftigung (§ 19a ASVG) erhalten das Wochengeld in der Höhe von EUR 8,91 täglich.

Bezieherinnen einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe etc.) erhalten das Wochengeld in Höhe des um 80 % erhöhten letzten Bezuges.


Lohnsteuerpflicht

Für das Wochengeld ist generell keine Lohnsteuerpflicht vorgesehen!